|
TCM Allgemeines Seite1
TCM Allgemeines Seite2
In keiner Zeit zuvor, waren die Menschen so sensibilisiert bezüglich Ihrer Gesundheit wie in dieser. Schlagworte wie "körperliche Fitness", "EQ - emotionaler Quotient", "Muskuläre Balance" sowie "Fit for Fun" prägen die moderne Gesellschaft Anfang des 3 Jahrtausends. Körperliche Betätigung zur Stärkung der Gesundheit ist gesellschaftsfähiger denn je geworden - beim gemeinsamen Joggen wurden alleine im Jahr 2005 wahrscheinlich mehr Verträge ausgehandelt, als in den High-Tech-Büros der 80er.
Nichts desto Trotz sind sogenannte "Psychosomatische Erkrankungen", also unterschiedliche Beschwerdekomplexe ohne schulmedizinisch nachweisbare Labor- oder Befundveränderungen wie zum Beispiel das prämenstruelle Syndrom, im Ansteigen begriffen. Es gehört allerdings zu unserer Zeit, diverse "Zipperleins" zu übersehen, es wäre ja absolut unprofessionell und ein Zeichen von Schwäche in unserer Leistungsgesellschaft wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt zu laufen!
Fazit: Man geht erst dann zum Arzt, wenn man monatelang vergeblich versucht hat, seine Beschwerden zu verdrängen, um dann zu erfahren, dass die Laborwerte einwandfrei, ja beinahe jugendlich sind, die körperliche Untersuchung bis auf einen erhöhten Körperfettanteil unauffällig wäre und wir beruhigt aber grübelnd den Heimweg antreten, denn woher zum Teufel kommen diese ständige auftretenden Beschwerden dann?
Genau hier setzt die TCM an, Zustandsbilder wie chronische Kopfschmerzen, welche einen enormen Leidensdruck für den Einzelnen darstellen, die aber schulmedizinisch nicht erfasst und somit nur symptomatisch mit Schmerzmedikation behandelt werden können. Hier ist die TCM eine geeignete Alternative um nach Kriterien der alten Weisheit Asiens die "Wurzel" der Kopfschmerzen aufdecken und dann effektiv behandeln zu können.
Heilkundige und Mediziner pflegen in China seit Jahrtausenden eine tief gehende und vielschichtige Auseinandersetzung mit dem Leben an sich. Wie beeinflussen soziale Strukturen, Wohn- & Klimaverhältnisse, Ernährungsgewohnheiten und Atmung bzw. Bewegung unsere Gesundheit?
Der Daoismus spielt somit eine zentrale Rolle in der Betrachtungsweise der Entstehung von Krankheit, bzw. Erhaltung von Gesundheit. Wir leben in und mit unserem Umfeld, nicht umsonst entwickeln Menschen in feucht-nebligen Gebieten Europas andere Erkrankungen als im heissen Süden! Der Mensch ist eingebunden in ein grösseres Ganzes, das ihn beeinflusst und manchmal lenkt. Der Umstand dass unsere Ernährung, klimatische Faktoren wie Wärme und Kälte sowie unsere Lebensweise direkt Einfluß auf unsere Gesundheit nimmt, macht man sich in der TCM zunutze.
Nach chinesischer Lehre erhalten wir bei unserer Zeugung eine bestimmte Menge Lebensenergie als Geschenk von der Schöpfung. Diese kostbare Erbenergie wird in unseren Nieren gespeichert. Zeugen wir selbst neues Leben, so geben wir aus chinesischer Sicht diese Nierenenergie an unsere Nachkommen weiter. Von Generation zu Generation fließt diese Energie so durch immer neue Lebenszyklen
Die in den Nieren gespeicherte Erbenergie ist unser Kraftpotenzial, das ein Leben lang behütet und sorgsam verwaltet werden sollte. Mit jedem Tag unseres Lebens verbrauchen wir eine kleine Menge davon- bis es zum Lebensende hin immer weniger wird und sich eines Tages erschöpft. Doch wir haben zwei Möglichkeiten, unser Qi (= Körperenergie) immer wieder hinzuzugewinnen: durch Atmung und durch Nahrung. Sowohl saubere, unbelastete Luft als auch eine ausgewogne, gesunde Ernährung können uns Energie zuführen und somit unser Leben verlängern.
Jeder Mensch hat so die Möglichkeit, seine Gesundheit günstig zu beeinflussen. Atemübungen, Massagen oder Qigong sammeln und stärken die Lebensenergie. Nahrungszubereitung nach den 5 Elementen, führt ebenfalls zu einer Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens.
Im Behandlungsplan, welchen der TCM-Arzt für seine Patienten ausarbeitet, spielen mehrere Schritte zu einem gut gewählten Therapieplan:
1. Akupunktur für schmerzhafte Energieblockaden; die Orthopädie der Asiaten. 90% aller Gelenksschmerzen, zB Arthrosen, können so gut behandelt werden.
2.Massagen -Tuina oder andere asiatischen Massagetechniken zur Entspannung und Energiesammlung; eine Mischung aus PHYSIOTHERAPIE und AKUPRESSUR..
3. Pflanzenmischungen, sogenannte Dekokte, für innere Krankheiten; die Interne Medizin der Asiaten
4. Ernährungsrichtlinien im Sinne der 5 Elemente, subjektiv nach Beschwerde- und Zustandsbild des Körpers und
5. Bewegungsübungen welche Energiestau (z.B. durch Arbeits- oder Beziehungsstreß ausgelöst) oder Blockaden nach Unfällen lösen, wie QIGONG oder TAIJI QUAN.
Ein Besuch eines gut ausgebildeten TCM-Arztes ist somit kein Mode-Gag, sondern ein gutes Investment in die eigene Gesundheit!
U. Muntean-Rock
|